TSMC-Aktie erreicht Rekordhoch vor Taiwans Schließung zum Mondneujahr – das beobachten Anleger als Nächstes

Februar 14, 2026
TSMC stock hits record close before Taiwan’s Lunar New Year shutdown — what investors watch next

Taipei, 14. Februar 2026, 19:54 Uhr (Taipei-Zeit) — Markt geschlossen.

  • Die in Taiwan gelisteten Aktien von TSMC gehen nahe Rekordständen in eine lange Feiertagspause.
  • Ein neues US-Taiwan-Zollabkommen rückt Chip-Lieferketten und Auslandsinvestitionen wieder in den Fokus.
  • Händler werden vor der Wiedereröffnung Taiwans auf US-Tech-Entwicklungen und Politik achten.

Die in Taiwan gelisteten Aktien der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co schlossen auf einem Rekordhoch in der letzten Sitzung vor der Pause zum Mondneujahr, sodass Investoren politische Schlagzeilen ohne lokalen Handel bis zum 23. Februar verdauen müssen. TSMC (2330.TW) stieg am 11. Februar um 1,86 % auf 1.915 NT$, was einen neuen Schlussrekord markiert. (taipeitimes.com)

Das ist bedeutsam, weil die Marktpause in Taiwan mitten in eine turbulente Phase für Halbleiter fällt – Zölle, milliardenschwere Investitionszusagen und sich verändernde Erwartungen an die KI-Nachfrage. Bewegungen bei US-Chipaktien und dem Dollar können zu starken Kurslücken führen, wenn Taipei wieder öffnet, besonders bei einem Unternehmen, das den Index antreibt.

Einer der unmittelbaren Unsicherheitsfaktoren ist ein neues gegenseitiges Handelsabkommen zwischen den USA und Taiwan, das diese Woche unterzeichnet wurde. Es bestätigte einen US-Zollsatz von 15 % auf Importe aus Taiwan und verpflichtete Taipei zu einem Zeitplan, um Zölle auf nahezu alle US-Waren abzuschaffen oder zu senken, berichtete Reuters. Das Abkommen beinhaltet auch Zusagen Taiwans, von 2025 bis 2029 mehr US-Waren zu kaufen, sowie ein Investitionsversprechen taiwanischer Unternehmen in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar. Es bedarf noch der Zustimmung des taiwanischen Parlaments. (Reuters)

Präsident Lai Ching-te versuchte, die Diskussionen zu beruhigen, dass die Investitionsoffensive die Chipindustrie der Insel aushöhlen könnte. Er sagte, die Entscheidungen lägen bei den Unternehmen, betonte aber, dass die Kernkapazitäten im Land bleiben würden. „Ihr Zweck ist … unsere Industrien zu internationalisieren“, sagte Lai gegenüber Reportern und verwies darauf, dass F&E und fortschrittliche Fertigung in Taiwan bleiben. Reuters berichtete, dass die 250 Milliarden US-Dollar auch 100 Milliarden US-Dollar umfassen, die TSMC bereits zugesagt hat, während TSMC 165 Milliarden US-Dollar in Arizona investiert. Die oppositionelle Kuomintang forderte ein „Chip National Security Act“, um den Umfang von Auslandsfabriken zu begrenzen und den Transfer von Kerntechnologien ohne Zustimmung des Parlaments zu blockieren. (Reuters)

Das makroökonomische Umfeld hat sich ebenfalls aufgehellt – was für eine Aktie mit hohen Wachstumserwartungen in beide Richtungen wirken kann. Taiwans Statistikbehörde hob ihre BIP-Wachstumsprognose für 2026 von 3,54 % auf 7,71 % an und verwies auf die weltweite Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz – Software, die aus Daten lernt – und Taiwans Rolle in dieser von TSMC verankerten Lieferkette, berichtete Reuters. Außerdem wurde ein Exportwachstum von 22,22 % und eine Inflation von 1,68 % prognostiziert, während Risiken durch mögliche Kürzungen der US-Investitionen und geopolitische Unsicherheiten hervorgehoben wurden. (Reuters)

TSMC hat mit eigenen Verkaufszahlen zusätzlichen Schwung gebracht. Das Unternehmen meldete für Januar einen konsolidierten Umsatz von 401,255 Milliarden NT$, ein Plus von 36,8 % gegenüber dem Vorjahr. (investor.tsmc.com)

Investoren werden ein Auge auf die Wettbewerbssituation haben. Jeglicher erneuter Druck auf Chipzölle oder Beschränkungen für Auslandsinvestitionen würde sich nicht nur auf TSMC, sondern auch auf Wettbewerber und Kunden auswirken – von Samsung Electronics bis Intel – und durch die gesamte Hardware-Lieferkette ziehen.

Die einfache Geschichte – stetige KI-Nachfrage, starke Exporte und ein Zollabkommen, das einen bekannten Satz festschreibt – ist auch die überlaufene. Nach einer langen Feiertagspause können überlaufene Trades schnell aufgelöst werden, wenn US-Tech-Aktien verkauft werden, wenn Gesetzgeber das Handelsabkommen verzögern oder wenn Washington neue Beschränkungen signalisiert, die die Investitionspläne für Chips treffen.

Die erste Bewährungsprobe kommt, wenn der taiwanesische Markt am 23. Februar wieder öffnet. Der nächste harte Datenpunkt des Unternehmens folgt kurz darauf: TSMCs Finanzkalender zeigt, dass die monatlichen Umsatzzahlen für Februar am 10. März veröffentlicht werden sollen. (investor.tsmc.com)